24 Skulpturen an 22 Orten zwischen Nord- und Ostsee. BLICKWEIT – Skulpturen für den Norden heißt das Projekt des Stahlbildhauers Robert Schad, das seit Herbst 2024 Schleswig-Holstein neu vermisst.
Schleswig-Holstein ist für Robert Schad, Jahrgang 1953, lange ein weißer Fleck geblieben. Aufgewachsen im oberschwäbischen Ravensburg, studierte er in Karlsruhe, zog mit einem DAAD-Stipendium nach Porto und richtete seinen künstlerischen Fokus zunächst auf die iberische Halbinsel. „Erste Ausstellungen, weitere Stipendien und öffentliche Projekte […] öffneten [ihm] schließlich den Horizont nach Norden“, heißt es im Katalog.
Ausstellungen in Wilhelmshaven, Bremen, Kunst-am-Bau-Projekte, schließlich 2003 die Großskulptur ESCRIT für den Kunstraum Syltquelle: Schritt für Schritt tastet sich Schad nach oben an die Küsten. Den entscheidenden Impuls für BLICKWEIT gibt 2019 die Präsentation seiner Arbeiten im Richard-Haizmann-Museum in Niebüll – Begegnungen mit „Wasser, Watt und Wellen“ werden zum Ausgangspunkt der Idee, „ein Skulpturenprojekt für den Norden Deutschlands zu planen“.
Uwe Haupenthal, damaliger Leiter des Museumsverbundes Nordfriesland, beschreibt Schleswig-Holstein im Katalog als Land der Deiche, Sandstrände und Inseln, „im Westen flach“, „eigenwillig streng, mit hohem Himmel“, im Osten geprägt von Endmoränenhügeln und steil abfallenden Küsten. Zugleich veränderten „zahlreiche Windräder, die den wirtschaftlichen Wandel und eine viel diskutierte Energiewende ermöglichen“, den Charakter der Landschaft. Für Schad und seine Skulpturen ist diese Mischung Herausforderung und Einladung zugleich..

