Skulpturen von Robert Schad – Hingucker für Itzehoe

Skulpturen von Robert Schad – Hingucker für Itzehoe

Norddeutsche Rundschau
9.9.2025 - S.16 - Kreis Steinburg

Ein neues beliebtes Itzehoer Fotomotiv? Das Kreismuseum Prinzeßhof zeigt jetzt eine Ausstellung zu einem Kunstprojekt von Robert Schad, doch die Vernissage begann auf dem Alsen-Gelände. Das nutzten viele Besucher, um selbst Bilder zu machen oder sich von anderen vor der Stahlskulptur namens „Fönx“ fotografieren zu lassen. Sie scheint blitzförmig den Himmel zu berühren. Und wenn die Wolken richtig wandern, ragt sie sogar hinein. Wie „eine angehaltene Bewegung“ steht sie im ehemaligen Schlämmbottich, umrundet von Graffiti. So erfüllt sich Schads künstlerischer Anspruch: „Ich möchte die Kommunikation anregen.“Auch Graffitimaler bewegen sich im Raum, er habe auf Alsen ihren Gestus weitergeführt. Seine Skulpturen sollen einen lebendigen Dialog mit ihrem Umfeld eingehen.

Die teils tonnenschweren, aber tänzerisch leicht wirkenden Arbeiten heben wichtige Orte hervor oder können unscheinbaren Orten Bedeutung verleihen. Nicht nur Kunstinteressierte sind angesprochen.Und die Eröffnung zeigte es: Viele kamen beim Fotografieren miteinander ins Gespräch und zogen nach dem Treffen auf Alsen weiter in das Kreismuseum. Schad ist in Itzehoe offenbar nicht an Menschen geraten, die in der „Bürokratie gefangen“ sind, wie er es für einige Städte im Land ausdrückte. Denn nur die Hälfte seiner Anfragen für die landesweite Skulpturenschau wurde positiv beschieden.Unterstützt wurde er an der Stör von Martin Kayenburg, der die Skulptur „Andelad“ in den eigenen Garten holte und auch ein Kunstwerk auf das Alsen-Gelände vermittelte. Auch Esther Wrobbel, Leiterin des Kreismuseums, hatte schnell auf Schads Anfrage reagiert und eine Ausstellung zur Halbzeit des Projekts „Blickweit“ organisiert. So sind in ihrem Haus, eindrucksvoll präsentiert, Zeichnungen und Drucke als Vorstufen der Skulpturen zu sehen, ebenso Fotos und Filme zur Entstehung der Vor-Ort-Projekte.

Dazu ist auch ein Katalog erhältlich.Denn diese „Stahllinie“ zieht sich durchs ganze nördlichste Bundesland. Robert Schad, geboren 1953, der vom Bodensee stammt und mittlerweile in Frankreich lebt, verteilt seine Skulpturen aus 100 Millimeter starkem, massiven Vierkantstahl seit 2011 in ganz Europa. Er versucht damit auch, Regionen oder Länderecken zu verbinden. Doch vor einigen Jahren entdeckte er durch eine Einladung nach Sylt den besonderen Reiz Schleswig-Holsteins und startete im November 2024 „Von Meer zu Meer“. Der Auftakt war in Rantum. Mittlerweile stehen an 22 Orten vom dänischen Tondern und Sylt bis Wacken oder Glückstadt (Elbhafen) und von Glücksburg bis Kiel frei zugänglich 24 Skulpturen.

Der „spektakulärste Platz“ sei in Itzehoe, meinte Setus Studt vom Verein Planet-Alsen. Schads Ziel ist, im flachen Land „verblüffende Horizonte“ zu eröffnen. Die Skulpturen vermitteln den Eindruck, als seien sie am Ort gewachsen oder mit ihm verwachsen. Dennoch erscheinen sie auch „geheimnisumwoben“, sagte Kreispräsident Peter Labendowicz mit Blick auf ihre Eigennamen.Der Künstler schreibt für die Genehmigung und Finanzierung oder Sponsorensuche Bürgermeister und Tourismusbüros an, ist jeweils Leihgeber und baut seine Arbeit für zwei Jahre auf. Im Oktober 2026 endet das Projekt mit einer Ausstellung in Kiel. Schad selbst wünscht sie sich angesichts der aktuellen politischen Entwicklung auch als Anreger und gesellschaftlichen Beitrag, „um Fremdes kennenzulernen“.

Die Ausstellung im Kreismuseum läuft bis zum 28. September.


Symbiose von Raum und Werk | ARTMAPP Sommer 2025 — nur Skulptur!

BLICKWEIT heißt ein neues Mammutprojekt von Bildhauer Robert Schad. Nachdem er seine imposanten Plastiken schon in Frankreich, Deutschland, Österreich, Portugal und Italien gezeigt hat, sind die Werke nun in Schleswig-Holstein angekommen. Von Rantum auf Sylt bis zum Leuchtturm Falshöft an der Ostsee und von der deutsch-dänischen Grenze in Ellhöft bis Glückstadt an der Unterelbe hat Schad 24 Stahlkolosse in die Landschaft zwischen Nordund Ostsee „gepflanzt“.


Der Tanz der Stahlriesen: Skulpturen des Bildhauers Robert Schad im Norden

https://www.kreiszeitung.de/kultur/der-tanz-der-stahlriesen-skulpturen-des-bildhauers-robert-schad-im-norden-93624107.html

Die Arbeiten des deutschen Stahlbildhauers Robert Schad tanzen im Raum. Dafür brauchen sie eine Menge Platz, und den bekommen sie nun im Rahmen eines außergewöhnlichen Ausstellungsprojekts.


https://www.shz.de/lokales/itzehoe/artikel/stahlskulptur-von-robert-schad-auf-itzehoer-alsen-gelaende-47869883

Deshalb steht am Weg zur Elbfähre in Glückstadt eine Stahlskulptur aus Süddeutschland

https://www.shz.de/lokales/glueckstadt/artikel/kunst-an-der-elbfaehre-deshalb-steht-diese-skulptur-in-glueckstadt-47863015


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